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Corona-Vorgaben missachtetNach 16 Fällen: Uruguays Fußballverband wird bestraft

Das Nationalteam des zweifachen Fußball-Weltmeisters Uruguay habe die Hygieneprotokolle missachtet und wurde zu einer Geldstrafe von umgerechnet 12.600 Euro verdonnert.

Luis Suarez ist einer von 16 positiven Corona-Fällen
Luis Suarez ist einer von 16 positiven Corona-Fällen © AFP
 

Nach den Vorfällen im Team der Südamerikaner schaltete sich die Regierung des Landes ein. Wie Gesundheitsminister Daniel Salinas via Twitter mitteilte, sei der nationale Fußballverband wegen Nichteinhaltung des vorgeschriebenen Corona-Hygieneprotokolls mit einer Geldstrafe von umgerechnet rund 12.600 Euro belegt worden.

Drei Tage nach dem 3:0 Uruguays gegen Kolumbien waren Stürmerstar Luis Suarez und Torhüter Rodrigo Munoz positiv auf das Coronavirus getestet worden und fehlten am Dienstag im Heimspiel in der WM-Qualifikation in Südamerika gegen Tabellenführer Brasilien (0:2). Am Freitag war Kapitän Diego Godin vom italienischen Erstligisten Cagliari Calcio als 16. Person positiv getestet worden. Insgesamt zehn Spieler und sechs Beteiligte aus dem Betreuerstab sind infiziert.

Grillabend als Auslöser?

Auslöser des Ärgers war ein in den Sozialen Medien verbreitetes Foto von einem Grillabend des Nationalteams nach dem Erfolg gegen Kolumbien. Zu sehen waren neun Spieler, die dicht beieinanderstanden und saßen. Fünf davon wurden später positiv getestet. "Da fehlte jede Vorsicht", sagte Salinas. Godin verteidigte sein Team. "Das ist nicht der Ursprung der Ansteckung, und deshalb halte ich es für unfair", sagte der Verteidiger. Er gab aber zu, dass es zu Nachlässigkeiten kam.

Atletico Madrids Präsident Enrique Cerezo, dessen Team am Samstag im Topspiel gegen den FC Barcelona neben Suarez auch auf den ebenfalls bei der Auswahl positiv getesteten Mittelfeldspieler Luca Torreira verzichten muss, äußerte sich verärgert über den Weltverband. In einem Interview mit RAC1 griff er die FIFA wegen mangelnder Kontrolle der Sicherheitsmaßnahmen bei den Nationalteams an.

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