Bitte warten - Ihr Zugang wird eingerichtet.

FußballReaktionen zur EM-Verschiebung

Stimmen zur am Dienstag von der UEFA beschlossenen Verschiebung der Fußball-Europameisterschaft auf 2021.

UEFA-Präsident Aleksander Ceferin und ÖFB-Chef Leo Windtner © GEPA
 

Aleksander Ceferin (UEFA-Präsident): "Wir stehen an der Spitze eines Sports, den unzählige Menschen leben und einatmen, der von einem unsichtbaren und sich schnell fortbewegenden Gegner lahmgelegt wurde. Der Gedanke daran, ein pan-europäisches Fußballfest in leeren Stadien, mit verwaisten Fanzonen zu zelebrieren, während der Kontinent zu Hause in Isolation sitzt, ist ein trister und einer, den wir nicht akzeptieren können, um das 60. Jubiläum des Bewerbs zu feiern."

Gianni Infantino (FIFA-Präsident): Wir werden die Club-WM verschieben, entweder ans Jahresende 2021 oder ins Jahr 2022 oder 2023. Die Entscheidung wird später fallen. Die Welt steht vor einer beispiellosen gesundheitlichen Herausforderung und es ist eindeutig eine globale und kollektive Reaktion erforderlich."

Leo Windtner (ÖFB-Präsident): "Der ÖFB begrüßt diese Entscheidung, im Zuge derer die UEFA klares Leadership bewiesen hat. Die Solidarität der Fußballfamilie in dieser Situation zeigt, dass im Moment andere Dinge Priorität haben. Die Gesundheit aller Menschen steht jetzt im Vordergrund. Es ist erfreulich, dass trotz der derzeitigen dramatischen Situation durch diese Entscheidung auch eine ermutigende Perspektive geboten wird."

Franco Foda (ÖFB-Teamchef): "Es ist die absolut richtige Entscheidung, in dieser außergewöhnlichen Situation gibt es Wichtigeres als Fußball oder eine EURO. Jetzt gilt es, das Virus einzudämmen, damit wir in naher Zukunft wieder gemeinsam positiv nach vorne schauen können. An dieser Stelle möchte ich auch den Frauen und Männern danken, die rund um die Uhr im Einsatz sind - seien es Ärztinnen und Ärzte, Einsatz- und Pflegekräfte oder die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Geschäfte, die uns versorgen. Was sie leisten, ist herausragend."

Werner Kogler (Vizekanzler und Sportminister): "Eine EM, noch dazu in zwölf Ländern, mit noch mehr Reisetätigkeit für Teams und Fans als ohnehin schon, wäre das reinste Viren-Schleuder-Programm gewesen. Die Verschiebung der EURO 2020 ist ein Sieg der Vernunft."

Valentino Lazaro (ÖFB-Nationalspieler): "Diese Entscheidung war zu erwarten und ich finde sie auch richtig. In dieser für uns außergewöhnlich schwierigen Zeit steht nicht der Fußball, sondern die Gesundheit, der Zusammenhalt und die Rücksichtnahme innerhalb unserer Gesellschaft im Vordergrund."

Ronald Koeman (Teamchef Niederlande): "Es ist schade, aber Fußball ist im Moment nicht das Wichtigste im Leben. Wir müssen priorisieren, was derzeit passiert. Ich habe erwartet, dass im Sommer nicht gespielt wird."

Joachim Löw (Teamchef Deutschland): "Wir müssen alle die Gesundheit und das Leben von Menschen schützen, das gilt selbstverständlich auch für den Fußball. Deshalb ist es völlig richtig und alternativlos, die EURO zu verschieben."

 

 

Diskutieren Sie mit - posten Sie als Erste(r) Ihre Meinung! Kommentieren