Rapid steht am Samstag in der 20. Bundesliga-Runde vor einem Pflichtheimsieg gegen Schlusslicht SCR Altach. Die Wiener konnten die Vorarlberger in den beiden bisherigen Saisonduellen zwar immer klar besiegen, trotzdem sind Steffen Hofmann und Co. gewarnt. immerhin feierten die Altacher zuletzt zwei Heimsiege mit einem Torverhältnis von 7:1.

Favoritenrolle. Auch Rapid-Coach Peter Pacult nimmt die Partie keinesfalls auf die leichte Schulter. "Man muss jedes Spiel neu starten. Es wird vor allem schwer, weil die Saison dem Ende zugeht, da leidet oft ein bisschen die Konzentration", so Pacult. Seit dem jüngsten Duell mit Altach am 8. November habe sich beim Gegner sehr viel verändert. "Sie haben personell etwas geändert, es hat sich etwas getan", sagte Pacult. An der Favoritenrolle hat sich aber natürlich nichts geändert. Die Wiener sind im Hanappi-Stadion nicht nur in der laufenden Saison, sondern auch schon seit dem 1. Dezember 2007 in 16 Partien ungeschlagen. "Wir müssen unserer Favoritenrolle gerecht werden und drei Punkte holen. Altach ist aber gefährlich, wir dürfen sie nicht unterschätzen", betonte Rapids Abwehrspieler Hannes Eder.

Gemischte Gefühle. Altach-Coach Urs Schönenberger ist mit seinem Stürmer-Routinier Ailton, der in den vergangenen beiden Runden drei seiner sieben Saisontore erzielt hat, aber noch nicht ganz zufrieden. "Ich erwarte noch mehr von ihm, er hat aus dem Spiel erst vier Tore gemacht, das ist zu wenig", meinte der Schweizer. Die Schönenberger-Elf reise jedenfalls trotz des "Doppelsiegs" mit gemischten Gefühlen nach Wien. "Rapid ist ganz klarer Favorit. Wenn sie vorne dabeibleiben wollen, müssen sie uns besiegen", merkte der Altach-Coach an.

Nicht verstecken. Das Schlusslicht, das punktegleich mit Mattersburg am Tabellenende liegt, werde sich im Hanappi-Stadion aber nicht verstecken. "Wir werden nicht viele Chancen bekommen und müssen diese nützen", sagte Schönenberger, für den ein Punktgewinn schon ein "großer Erfolg" wäre.