Nicht immer ist es im Fußball der Fall, dass die spielerisch überlegene Mannschaft am Ende den Sieg davonträgt. Einsatz, Vorwärtsdrang, Zweikampfstärke und Kaltschnäuzigkeit fließen genauso in den Spielverlauf ein wie die technische Qualität. Eine Zeit lang sah es so aus, als würde auch dieses Spiel durch Fehler und Effizienz entschieden werden, doch am Ende setzte sich die Spielfreude der Altacher, welche die Austrianer die gesamte Spieldauer über schmerzlich vermissen ließen, durch. Dabei begann die Partie für die Violetten äußerst vielversprechend. Nach einer unzureichend abgewehrten Flanke, landete der Ball direkt vor den Füßen von Dikeni Salifou, der sehenswert von der Strafraumgrenze ins lange Eck verwandelte. Die Altacher erholten sich von dem Schock jedoch postwendend und kombinierten sich immer wieder in die gefährliche Zone. So auch in Minute 15 als nach einem Lochpass Suliman Mustapha aus extrem spitzem Winkel an Goalie Simon Spari vorbei zum Ausgleich einnetzte.
Ein Hin und Her
„Wir dürfen nach der Führung nicht aufhören zu spielen. Das war insgesamt zu wenig“, kritisierte der Torschütze zum 1:0 das Auftreten seiner Mannschaft. Die Austria fand nie so recht in die Partie und beschränkte sich taktisch darauf hinten abzusichern und vorne Fehler zu bestrafen. Das gelang erneut nach einer halben Stunde. Bereits zum zweiten Mal schafften es die Altacher nicht, einen Flankenball auszuputzen, so kam Christopher Cvetko im Strafraum an den Ball und vollstreckte im Stile eines Topstürmers. Ähnlich zum Hartberg-Spiel war es die optimale Chancenverwertung der Austria, die ihnen Hoffnung auf einen erneuten Sieg in der Qualigruppe gab, diese wurde von spritzigen Vorarlbergern aber schnell mit einer beängstigend ähnlichen Aktion wie beim ersten Gegentreffer im Keim erstickt: Pass in die Tiefe, Abschluss aus einer Position, die fast Roberto Carlos Konkurrenz machen würde, und ein letzter gescheiterter Rettungsversuch auf der Linie - 2:2, was auch den Pausenstand bedeutete
Schwache zweite Hälfte
Nach der Pause kamen erneut die Altacher schwungvoll aus der Kabine und belohnten sich umgehend mit dem verdienten Führungstreffer. Die Mannschaft von Peter Pacult konnte spielerisch keine Akzente setzen, hatte nach zwei aberkannten Treffern sogar Glück, nicht deutlicher in Rückstand zu geraten. In der finalen Viertelstunde versuchte man nochmal alles, doch der Lucky Punch blieb den weitestgehend ungefährlichen Klagenfurtern verwehrt. Somit war die erste Pleite gegen die Mannschaft aus dem Ländle in den letzten neun Aufeinandertreffen besiegelt.