Nach elf Siegen in Serie riss der Erfolgslauf der Villacher Adler im letzten Spiel vor dem Jahreswechsel in Bozen. Gegen Fehervar war der VSV auf Wiedergutmachung aus und wollte mit einem Sieg ins neue Jahr starten. Und am Ende setzten sie sich gegen die Ungarn auch im Penaltyschießen mit 5:4 durch.
Obwohl das erste Drittel zwar schnelles und abwechslungsreiches Eishockey bot, blieben hochkarätige Chancen auf beiden Seiten aus. Beide Mannschaften konzentrierten sich auf eine gesicherte Defensive, machten die Räume eng und begingen kaum Fehler. Das änderte sich jedoch gleich nach der Pause. Und da erwischten die Ungarn den besseren Start und gingen in der 22. Minute durch einen Powerplaytreffer durch Joshua Atkinson auch prompt in Führung.
Es dauerte jedoch nur 96 Sekunden, bis sich die Blau-Weißen mit dem Ausgleichstreffer durch Philipp Lindner wieder zurückmeldeten und sich in weiterer Folge auch ein leichtes Übergewicht erarbeiten konnten. Und als John Hughes (27.) und Benjamin Lanzinger, in numerischer Überlegenheit (31.), für die 3:1-Führung sorgten, schien bereits alles auf Schiene. Doch ausgerechnet kurz vor der zweiten Pause hauchten die Heimischen durch einen Fehler in der neutralen Zone Fehervar wieder neues Leben ein. Balazs Sebok ließ sich nicht zweimal bitten und erzielte den Anschlusstreffer.
Und auch in den Schlussabschnitt starteten die Gäste besser, drängten auf den Ausgleich. Ein abgefälschter Schuss von Martin Stajnoch ließ JP Lamoureux keine Chance - 3:3. Sieben Minuten vor dem Ende kam es für den VSV, bei dem neben dem verletzten Alexander Rauchenwald auch noch Guus van Nes (erkrankt) passen musste, noch dicker. Istvan Terbocs sorgte mit dem Führungstreffer der Ungarn für kurzfristige Stille in der Stadthalle.
Trotz des Rückschlags zeigten die Adler aber Charakter und viel Herz setzten alles auf eine Karte und wurden 65 Sekunden vor dem Ende dafür belohnt. Kevin Hancock erzielte, nachdem die Ungarn kurz zuvor einen Riesen-Sitzer ausließen, den vielumjubelten und auch nicht unverdienten Ausgleich. Und weil Chase Pearson, Dylan MacPherson und Hancock in der Verlängerung ihre Möglichkeiten nicht nutzen konnten, fiel die Entscheidung im Penaltyschießen, in dem Hancock als einziger traf und für einen erfolgreichen Start ins neue Jahr sorgte.