Die positiven Aspekte nach der 2:6-Niederlage in Bratislava halten sich beim KAC in Grenzen. Die Ausnahme ist die gute Vorstellung von Tormann Jakob Holzer, der Sebastian Dahm ersetzte, da das Trainerteam dem Dänen eine Auszeit gönnte. Der junge Keeper hielt bei seiner ICE-Liga-Premiere sein Team lange im Spiel, bei den Gegentreffern war er so gut wie machtlos. „Es sind gemischte Gefühle, die mich begleiten. Das Feedback aufgrund meiner Leistung war positiv, trotzdem sind fünf Gegentore zu viel“, meint der 22-Jährige und denkt gleich darüber nach, wo er kleine Schwachstellen hatte. „Das Rebound-Control hätte besser sein können. Wobei der Puck in dieser Partie schon sehr für die Slowaken gesprungen ist, aber es soll keine Ausrede sein.“
Holzer hat auf alle Fälle Gefallen daran gefunden, in der ICE-Liga-Truppe im Tor zu stehen und hofft, dass er in naher Zukunft zu weiteren Einsätzen kommen wird. „Es waren für mich enorm wertvolle 60 Minuten, Spielpraxis kann durch keine Trainings ersetzt werden.“ Ihm ist es ganz klar, dass er sich nur durch starke Trainingsleistungen empfehlen kann. Er selbst spürt den Druck, der von den anderen Torleuten wie Florian Vorauer oder Val Usnik, der junge Slowene wurde im Sommer für das Future-Team der Klagenfurter unter Vertrag genommen, kommt. „Der Konkurrenzkampf ist logischerweise da, wahrscheinlich der Härteste in der gesamten Liga“, ist Holzer überzeugt. „Für mich heißt es, sich jeden Tag zu beweisen und ständig hart an mir zu arbeiten.“
Unzufrieden
Mit dem Auftritt in Bratislava war Chefcoach Petri Matikainen überhaupt nicht zufrieden, vor allem über die Art und Weise, wie ein Großteil der Spieler agierte, ärgerte sich der Finne. „Es wurde zwar der österreichische Nationalfeiertag begangen, ein Ruhetag im Land. Und auch für uns war das am Eis ein Ruhetag. Wir kamen nach einem dürftigen Startdrittel im zweiten Abschnitt noch einmal zurück, aber innerhalb von nur drei Minuten gaben wir alles wieder aus der Hand. Im dritten Drittel konnten wir nicht mehr zulegen, insgesamt ein schlechter Abend für uns.“ Die Klagenfurter treffen am Freitag zu Hause auf Innsbruck. Gegen die Tiroler hatten die Rotjacken schon zwei erfolgreiche Duelle, aber die Haie darf das Team keine Sekunde unterschätzen, denn Platz drei hat eine gewisse Aussagekraft.