Mit einem Auftakt nach Maß begann für den KAC das Spiel in Fehervar. Bereits nach 51 Sekunden drückte Johannes Bischofberger einen Rebound nach einer schönen Aktion der Klagenfurter über die Torlinie. Die rund 30 mitgereisten Schlachtbummler hatten erstmals Grund zum Jubeln. Den heimischen Fans, die Halle war so gut besetzt, verschlug es kurzzeitig die Stimme. Die Ungarn mussten den Schock erst verdauen, aber fanden immer besser in die Partie. Im ersten Überzahlspiel der Hausherren brannte es mehrmals lichterloh vor dem KAC-Kasten, Keeper Sebastian Dahm behielt die Übersicht. Die Gäste blieben im Konter gefährlich, hatten gute Möglichkeiten, um den Score zu verdoppeln. Als Fehervar erneut ein Überzahlspiel zugesprochen bekam, schlugen sie nach einer flüssigen Aktion durch Braeden Shaw zu.
Wieder erwischten die Klagenfurter den besseren Start. Zuerst klopfte Bischofberger in Unterzahl nach einem Solo an, die Scheibe ging aber knapp am Gehäuse vorbei. Als Lukas Haudum rechts durchbrach, positionierte sich Matt Fraser vor dem Tor und vollendete das gute Zuspiel des Oberösterreichers zur erneuten Führung des KAC.
Die Antwort dauerte der Magyaren nur kurze Zeit. Mit einem verdeckten Schuss bezwang Anze Kuralt den Dänen im Tor der Athletiker. Der Treffer verlieh Fehervar neue Kräfte, sie schnürten die Kärntner in ihrer Zone ein. Die Schiedsrichter zeigten zudem eine starke Heimtendenz. Der KAC konnte sich mit viel Einsatz wieder lösen, kreierte gute Möglichkeiten, aber beim Abschluss fehlte die letzte Konsequenz. Lieber wurde noch ein Pass gespielt, bevor der Stürmer selbst den Abschluss suchte.
Wie hätte es anders sein sollen, der KAC kam erneut mit viel Schwung aus der Kabine. Aus der Druckphase resultierte ein Powerplay, das zu Beginn mit einem "Zwei-auf-Null" für die Ungarn begann, Dahm rettete mit einer Großtat. Die Rotjacken bleiben spielbestimmend, die Gastgeber lauerten auf die Konter und verließen sich auf Tormann Rasmus Tirronen, der mehrere gute Chancen mit enormer Ruhe und Können vereitelte. Je länger die Spieluhr herunterlief, desto mehr neutralisierten sich die beiden Teams, keine Mannschaft nahm mehr volles Risiko, so ging es in die Verlängerung. Da dauerte es nur kurze Zeit, denn der KAC hatte wieder den besseren Beginn und münzte die erste Chance, die Rok Ticar traumhaft vorbereitete, durch Paul Postma zum verdienten 3:2-Sieg um.