Als ein unlösbares Rätsel gilt Matt Fraser nicht. Zuletzt tauchte sein Name in der ServusTV-Sendung „Quiz Master“ auf. Dem Klagenfurter Teilnehmer Richard Watzke wurde die Frage gestellt, nach welchem Bundesland im Vorjahr die Tochter des KAC-Stürmers benannt worden ist (Carinzia – also Kärnten). Ein Heimspiel für den Rotjacken-Fan. Und ähnlich klar agiert Fraser auf dem Eis. Die letzten Auftritte des Mannes mit der Rückennummer 90 verfolgten einen Plan, der darin resultierte, dass Fraser mit seinem Treffer die Viertelfinalserie gegen Pustertal entscheiden konnte.
Ob das auch der Schlüsselmoment der sechs Duelle war? „Wenn ich das egoistisch betrachten würde, vielleicht“, meint der Kanadier zu seinem 25. Treffer im 50. Play-off-Spiel für den KAC schmunzelnd. „Aber tatsächlich war es insgesamt unser Auftritt in Bruneck. Das war die perfekte Antwort nach dem 2:4 in Klagenfurt. Ich bin stolz, wie die ganze Mannschaft damit umgegangen ist.“
Fraser erwies sich einmal mehr als Schlüsselfigur der Rotjacken mit einer durchschnittlichen Eiszeit pro Spiel von fast 19 Minuten. Nicht unbedingt in bloßen Zahlen gemessen (zwei Tore, ein Assist). Speziell jedoch wie der KAC-Stürmer auf dem Eis präsent wirkt. Im Forecheck, in den Zweikämpfen, in der Defensive. Er antizipiert, beweist großes Spielverständnis, bewegt sich ökonomisch und ist zur Stelle, wenn erforderlich. Vor dem Tor – gerne, wenn es abseits des Geschehens zu „Meinungsverschiedenheiten“ kommt.
Doch die nächste Aufgabe wartet bereits ab Dienstag auf Fraser & Co., wenn das erste Halbfinale in Klagenfurt steigt. „Ich freue mich auf das Spiel Sieben zwischen Linz und Graz, werde es mir gemütlich von der Couch aus geben“, so Fraser und ergänzt: „Ich bin gespannt, wie sie es anlegen. Wir haben uns ja bisher nur auf uns konzentriert. Für uns spielt es keine Rolle, ob es Linz oder Graz sein wird. Wir können mit beiden Teams gut leben.“