In den vergangenen Wochen zog KAC-Stürmer Nick Petersen die Blicke auf sich. Zwei Treffer beim 2:3 gegen Schwenningen, ein Tor und drei Assists gegen Wolfsburg (4:1), sowie sechs Scorerpunkte in den vier Champions Hockey League-Partien. Es scheint, als hätte der Zahn der Zeit beim 35-Jährigen keine Spuren hinterlassen. Petersen ist stark wie eh und je und unterstreicht damit, dass sich General Manager Oliver Pilloni nach langem Grübeln doch richtig entschieden hatte. Der Kanadier wurde erst spät mit einem Ein-Jahres-Vertrag ausgestattet. Zum Glück für die Rotjacken: Petersen wollte unbedingt nach Klagenfurt zurück und andere Klubs zögerten mit Angeboten.

So glatt alles zu laufen schien, so unsanft wurde er gebremst. In der Champions Hockey League zog er sich eine Schnittverletzung am Fuß zu, die im Spiel gegen Unia Oswiecim wieder akut geworden ist. „Es hat sich alles so gut angefühlt, ich war richtig gut drauf. Wahrscheinlich war es nicht smart von mir, trotz der Verletzung zu spielen.“ Gerade rechtzeitig wird also der KAC-Topscorer 23/24 sein Comeback nach dem 0:4 bei Fehervar feiern: Im Derby gegen den VSV kann Petersen wieder eingreifen.

Die vergangenen vier Spiele verbrachte der Torjäger in der Zuschauerrolle: „So will man definitiv nicht in die Saison gehen. Aber jetzt bin ich bereit. Es war wichtig, dass ich mir diese Zeit gegeben hatte. Jetzt freue ich mich so richtig auf das Derby gegen den VSV. Wir werden alles geben, um zu gewinnen.“ Villach habe zwar noch keinen Sieg feiern können, aber das habe nichts zu bedeuten: „Das sind immer eigene Spiele. Ich hoffe, dass ich einen Extra-Beitrag in der Offensive leisten kann. Es wird sicher eine enge Partie.“

Wo Petersen nun eingesetzt wird, ließ das Trainerteam beim optionalen Training am Samstag noch offen. Bewährt hatte sich heuer bereits Petersen-Hundertpfund-Fraser, derzeit nimmt doch Bischofberger seinen Platz ein. Zu Saisonbeginn war Petersen an der Seite von Center Raphael Herburger vorgesehen. Und vergangenes Jahr wurde er von Jan Muršak (zuletzt aber am Flügel) gefüttert. Definitiv keine Einsatzfreigabe erhält Senna Peeters (Oberkörper), zwischen den Pfosten wird Sebastian Dahm starten.