Den ersten Erfolg feierten die Graz 99ers vor Beginn der Partie gegen Spitzenteam Fehervar. Neuzugang Nick Bailen hatte alle erforderlichen Dokumente beisammen, feierte sein Debüt im Trikot der Steirer. Und auch Marcus Vela kam nach Verletzung zurück ins Aufgebot von Trainer Harry Lange, wurde zunächst in der vierten Linie eingesetzt. 3303 Zuschauer wollten sich das Schlagerspiel nicht entgehen lassen und enttäuscht wurden sie nicht. Das erste Tor, es fiel für die Ungarn: Balint Magosi visierte in der elften Minute das kurze Eck an und traf. Paul Huber im Powerplay und Lukas Kainz ließen die dicksten Möglichkeiten der Hausherren ungenützt.

Fehervars Kapitän Janos Hari ließ die mitgereisten Anhänger in der 25. Minute erneut jubeln. Die Ungarn drückten, bestätigten mit ihrer Leistung auf dem Eis nun die bisher so starke Saison. Aber dann eroberte Trevor Gooch den Puck im Drittel der Gäste, spielte zur Mitte und Vela, der nach der ersten Pause viel öfter und mit anderen Linienkollegen auf dem Eis stand, ließ seine Klasse aufblitzen, verkürzte auf 1:2 (33.).

Plötzlich war es ein Spiel mit Play-off-Charakter, auch für die Zuschauer, die lautstark mitgingen. Hüben wie drüben gab es hochkarätige Chancen. In der 38. Minute war der Rückstand egalisiert, wieder Gooch mit dem Assist, wieder Vela mit dem Tor – 2:2. Da hielt es auch 99ers-Präsident Herbert Jerich nicht mehr auf seinem Sitz.

Vier Minuten vor Schluss dann doch die kalte Dusche für den Großteil der Besucher in der Halle: Chris Brown fälschte die Scheibe so ab, dass Jonas Gunnarsson im Grazer Tor nicht reagieren konnte, zwei weitere Gegentore besiegelten die 2:5-Niederlage.