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Nordic Hockey AcademyZwei Steirer mischen den hohen Norden auf

Die beiden Grazer Matteo Mitrovic und Fabian Möth verteidigen für die „Nordic Hockey Academy“ im norwegischen Skien.

Fabian Möth und Matteo Mitrovic (rechts) in Skien
Fabian Möth und Matteo Mitrovic (rechts) in Skien © KK/Thomas Muck
 

Wer in Österreich den Weg zum Eishockey-Profi einschlagen will, strebt in der Regel an, sich über die Nachwuchsabteilung eines EBEL-Vereines für Höheres zu empfehlen. Als größte Talentschmiede gilt wohl die Red-Bull-Akademie in Salzburg. Erste Alternative zu den Salzburgern ist der frühe Gang ins Ausland: Nordamerika, Schweden, Finnland oder die Schweiz gelten als beliebte Ziel-Destinationen. Norwegen wird in der Hitparade aber eher selten genannt. Und doch schlugen kürzlich zwei Steirer diesen ungewöhnlichen Weg ein. Die beiden 16-jährigen Verteidiger Matteo Mitrovic (8 Spiele, 6 Scorerpunkte) und Fabian Möth (10 Spiele, 9 Punkte) holen sich in der „Nordic Hockey Academy“ in der südnorwegischen Stadt Skien den letzten Schliff.

Ex-99ers-Trainer als Sportchef

Eingefädelt hat das Engagement ein alter Bekannter: Ex-99ers-Tormanntrainer Sam Liebkind ist nämlich in Skien Akademieleiter und holte die beiden Grazer Talente nach Norwegen. „Es passt für beide Seiten ideal. Die Ausbildung auf dem Eis, die schulische Bildung und die hohe Lebensqualität sorgen dafür, dass die Burschen gerne hier sind. Dazu kommt für die Eltern, dass sie sich finanziell nicht in ein Abenteuer stürzen müssen. Anders als in Nordamerika kostet eine Saison hier kein Vermögen“, erklärt der Finne, der als Torwarttrainer im Profibereich für renommierte Klubs wie Stavanger (Norwegen), Pelicans (Finnland) und nach dem Job in Graz auch für die Vienna Capitals arbeitete. Seit 2017 ist er Sportchef in Skien.

KK/Thomas Muck Sam Liebkind arbeitete auch für die 99ers und Caps
Sam Liebkind arbeitete auch für die 99ers und Caps © KK/Thomas Muck

Das Konzept ist einfach erklärt: Skien bildet in der U18 und U21 Spieler aus, diese gehen für den „Skien Ishockey Klubb“ aufs Eis und sollen sich da in die Auslage spielen. „Wir wollen in beiden Altersklassen zumindest konstante Play-off-Mannschaften haben“, sagt Liebkind. Eine Kampfmannschaft gibt es, allerdings nur in Liga drei. Die Ausbildung der Talente und der Sprung in Kampfmannschaften von Topteams sind oberste Prämisse. Und die beiden Grazer überzeugen: „Sie sind Leistungsträger, entwickeln sich toll und erhalten als Schlüsselspieler auch dementsprechend viel Eiszeit“, lobt Liebkind. 

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