Geboren und aufgewachsen ist er in der Schweiz, spielen tut Stürmer Oliver Achermann als Sohn eines Eidgenossen und einer Österreicherin aber für das Nationalteam des ÖEHV. Und dass der 29-Jährige überhaupt so weit gekommen ist, ist bemerkenswert. Schon in jungen Jahren wurde Achermann des Öfteren die nötige Qualität zum Profi abgesprochen.
In Davos fand man recht bald keine Verwendung für den 1,95-Meter-Hünen, er wagte den Weg in die U20 von Asplöven in Schweden. Danach begann eine dreijährige Pendelei zwischen Bregenzerwald und Dornbirn. "Dann bin ich zurück in die Schweiz und konnte mich in der zweiten Liga immer mehr steigern", sagt der Stürmer, der Aufgeben nicht kennt: "Ich hatte sicher viele Rückschläge, das kann einem aber auch guttun, man kann daran wachsen."
Freunde im Ländle, Großmutter in Oberösterreich
Aktuell befindet er sich am Höhepunkt, mit 45 Toren und 35 Assists dominierte er mit dem HC La Chaux-de-Fonds als Kapitän die Meisterschaft, holte überlegen den Titel. "Schade war, dass wir dann das Aufstiegs-Play-off in die National League verpasst haben. Es gab bereits Gespräche mit Klubs aus dem Oberhaus, noch hat sich aber nichts ergeben", sagt Achermann, der wie im Vorjahr zur WM will und sich in die Notizblöcke von Topklubs spielen kann.
Danach wird in Österreich geurlaubt. "Ich bin manchmal in Dornbirn bei Ex-Kollegen oder bei der Oma in der Nähe von Linz."