Dass Österreichs Frauen-Eishockey in den vergangenen Jahren einen großen Schritt nach vorne gemacht hat und nicht zuletzt damit auch das geplante Leistungszentrum in Villach rechtfertigt, hat auch die Division IA-WM in Frankreich gezeigt. Die Mannschaft von Teamchef Jari Risku war in Angers bis zum letzten Spiel ungeschlagen und im Rennen um den erstmaligen Aufstieg in die A-Gruppe. Doch ein bitteres 1:2 gegen die Slowakei ließ die Österreicherinnen sogar noch auf den vorletzten vierten Platz fallen. Problematisch waren kurioserweise aber die Spiele davor. Denn obwohl Absteiger Niederlande und die Topnationen Frankreich und Norwegen allesamt geschlagen wurden, gelang dies jeweils "nur" nach Verlängerung, womit die Aufstiegs-Konkurrentinnen dennoch immer wichtige Punkte holen konnten und Österreich durch mangelnde Chancenauswertung und liegen gelassene Zähler sich in eine schwierige Ausgangsposition brachte.

Dementsprechend groß war die Ernüchterung. "Das Team hat brillant gekämpft und hat die Spiele das gesamte Turnier hindurch dominiert. Das Endergebnis ist eine große Enttäuschung", so der Trainer. Künftig soll es besser klappen: "Unsere jungen Talente können sich mit der Unterstützung unserer Führungsspielerinnen gut entwickeln. Dieses Team hat eine große Zukunft und ich bin auch stolz."

Fünf Kärntnerinnen spielten sich in die Auslage

Der Traum von der A-Gruppe zerplatzte damit vorerst auch für die Klagenfurterin Lena Dauböck, die für die in Villach beheimateten Vereine "Lakers Kärnten" und "Lady Hawks" aufläuft. "Wir haben uns so stark präsentiert, der Ausgang war mehr als ärgerlich. Aber die Truppe ist so jung, da fehlte in entscheidenden Momenten wohl noch die Erfahrung", sagt die Stürmerin, die neben Anja Adamitsch (Lakers), Emma Hofbauer (Lady Hawks), Laura Leitner (KAC) und Zürich-Legionärin Tamara Grascher eine von fünf Kärntnerinnen im Kader war. Dennoch war ihre erste WM etwas ganz Besonderes, "auch weil in Frankreich die Begeisterung viel größer ist, die Halle auch richtig voll war und die ganze Stadt im Eishockeyfieber war".

Die Zukunft hält jedenfalls einiges bereit: "Wir sind gut aufgestellt und greifen wieder an."