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TSV HartbergDer enge Spielplan sorgt für Magenschmerzen

Bei den Hartbergern rächte sich die fehlende Kaderdichte im Spiel gegen den SK Sturm. Trainer Markus Schopp hat auch mit den Verletzungen zu kämpfen.

Markus Schopp muss oft taktieren
Markus Schopp muss oft taktieren © (c) GEPA pictures (GEPA pictures/ Christian Walgram)
 

Zwei Hälften, zwei Gesichter. Im Steirer-Derby gegen den SK Sturm verspielte Hartberg aufgrund schwacher 45 Minuten eine Vorentscheidung im Kampf um Tabellenplatz fünf. So stark die Truppe von Markus Schopp im ersten Durchgang aufgetreten war, so schwach und anfällig präsentierte sie sich nach Wiederanpfiff. Schließlich wurde man spät aber doch durch zwei Freistoß-Tore von Kiril Despodov (85., 88.) für die Nachlässigkeiten bestraft. "Wir mussten in der Pause reagieren und umstellen. Das hat nicht so funktioniert, wie geplant. Wenn Jodel (Anm.: Dossou) das 2:0 macht, ist das aber ein ganz anderes Spiel", sagt Trainer Markus Schopp.

Der Hauptübungsleiter sieht noch einen weiteren Grund für den Leistungsabfall in Hälfte zwei. Während größere Vereine wie Sturm und Co. auch von der Bank hohe Qualität ins Spiel bringen können, müssen die Hartberger aufgrund der derzeitigen Situation oft taktieren. Die Kaderdichte erweist sich vor allem bei diesem engen Programm qualitativ und quantitativ als Nachteil in der Meistergruppe. Hinzu kommen noch Verletzungen von Leistungsträgern wie Stefan Rakowitz. "Wir können uns diesbezüglich nicht mit anderen Mannschaften vergleichen und ich habe auch nicht so viele Möglichkeiten wie andere Trainer", sagt Schopp. Deshalb bereitet ihm so mancher Wechsel während eines Spiels Magenschmerzen. Das Augenmerk liegt dabei vor allem auf der langfristigen Konkurrenzfähigkeit und Entwicklung in der Meistergruppe. "Dazu gehört auch, dass ich einen gut spielenden Bakary Nimaga rausnehmen muss, auch wenn ich weiß, dass es uns wehtun könnte. Am Ende dieser Spielzeit will ich nicht nur dabei gewesen sein, sondern auch alle Spieler verletzungsfrei in den Sommer schicken."


In diesem wird auch Erich Korherr alle Hände voll zu tun haben. Die Kaderplanung für die nächste Saison läuft bereits auf Hochtouren, zumindest im Kopf des Obmanns. Kritik am jetzigen Kader lässt er nicht zu. "Es ist eine außergewöhnliche Situation mit einem außergewöhnlichen Spielplan. Wir werden nie das Budget eines SK Sturm haben und das beeinflusst auch den Kader. Ich finde, wir haben genug Qualität und bis jetzt auch das Maximum herausgeholt."

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