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US Open ViertelfinaleFederer scheidet aus, Medwedew eliminiert Wawrinka

Der Schweizer musste sich in einem Fünf-Satz-Krimi dem Bulgaren Grigor Dimitrow geschlagen geben. Daniil Medwedew setzte sich gegen Stan Wawrinka durch. Serene Williams steht nach ihrem 100. Sieg Flushing Meadows ebenfalls im Halbfinale der US Open.

Roger Federer
Roger Federer verlor im US Open Viertelfinale in fünf Sätzen gegen Daniil Medwedew © AP/Seth Wenig
 

Roger Federer hat völlig unerwartet sein Viertelfinale bei den Tennis-US-Open verloren. Der 38-jährige Schweizer unterlag am Dienstagabend (Ortszeit) dem Bulgaren Grigor Dimitrow in 3:12 Stunden 6:3,4:6,6:3,4:6,2:6. Im Halbfinale trifft nun am Freitag Dimitrow auf den Russen Daniil Medwedew, der bald die Nummer vier der ATP-Rangliste sein wird.

Daniil Medwedew bleibt damit der aktuell "heißeste" Spieler auf der ATP-Tour. Der 23-jährige Russe setzte am Dienstag seinen Erfolgslauf in New York fort. Der zuletzt erstmals in die Top Five gekletterte 23-Jährige besiegte am Dienstag den Schweizer Stan Wawrinka nach 2:34 Stunden mit 7:6(6),6:3,3:6,6:1 und steht im Semifinale. Medwedew überholt mit dem Sieg über "Stan the man" aus der Schweiz nun auch Österreichs Dominic Thiem und wird im ATP-Ranking und auch im Race to London auf Platz vier klettern. Selbst wenn er das Turnier gewinnt, sind die Top 3 im Ranking aber nicht für ihn zu knacken.

49 Siege in diesem Jahr

Medwedew ist der Aufsteiger der Saison und mit nunmehr 49 Siegen in diesem Jahr auch klarer Leader in dieser Statistik. Mit drei Finali en suite unmittelbar vor dem letzten Grand-Slam-Turnier des Jahres in Washington, Montreal und Cincinnati (Letzteres gewann er dann auch) hatte er seine Anwartschaft auf Größeres avisiert. Gleichzeitig ist er von den Strapazen der vergangenen Wochen aber auch gezeichnet und klagt schon seit einigen Runden über körperliche Probleme.

"Es ist schwer zu sagen, weil wie wir alle gesehen habe, war es ein komisches Match", beschrieb Medwedew seine Gefühlslage unmittelbar nach dem Sieg über Wawrinka. "Ich hatte große Schmerzen im Quadrizeps. Und ich weiß wie es ist, gegen einen verletzten Spieler zu spielen", erklärte Medwedew im Arthur Ashe Stadium den Zuschauern. "Ich fühle mich komisch, aber ich bin glücklich, in meinem ersten Major-Semifinale zu stehen."

Vor dem Match habe er sich perfekt gefühlt, doch im ersten Game habe er sich im linken Oberschenkel eine Zerrung zugezogen. "Die Schmerztabletten haben dann später geholfen. Mal sehen, wie ich mich morgen fühle, aber ich werde alles tun, dass ich im Halbfinale hundertprozentig fit bin."

Switolina, S. Williams im Halbfinale

Bereits zuvor hatte Elina Switolina als erste Spielerin im Damenturnier das Halbfinale in Flushing Meadows erreicht. Die als Nummer 5 gesetzte Freundin von Gael Monfils bezwang die Britin Johanna Konta (Nr. 16) nach 100 Minuten mit 6:4,6:4. Switolina kürte sich damit zur ersten Ukrainerin überhaupt in der Vorschlussrunde des US-Majors.

"Es fühlt sich großartig an. Es war ein sehr hartes Match und es war ausgeglichen. Ich bin sehr glücklich, wie ich heute mit dem Druck umgegangen bin", freute sich Switolina, die auch auf ihren Freund Monfils, der im Herren-Viertelfinale steht, angesprochen wurde. "Wir puschen einander, jetzt muss er wieder nachlegen", sagte sie lachend in Richtung Tribüne, wo Monfils das ganze Match beobachtet hatte.

Switolina trifft nun auf die als Nummer 8 gesetzte Vorjahres-Finalistin Serena Williams, die die Chinesin Qiuang Wang deutlich mit 6:1, 6:0 besiegte. Für Williams war dies der 100. Sieg in Flushing Meadows.

Nur ihre Landsfrau Chris Evert hat bei den US Open noch mehr Partien gewonnen (101). Williams, die in New York ihren 24. Grand-Slam-Titel anstrebt, benötigte gerade einmal 44 Minuten für ihren Erfolg. Wang, die zuvor die Weltranglisten-Zweite Ashleigh Barty ausgeschaltet hatte, war mit der Aufgabe völlig überfordert. 

Endstation für Marach/Melzer

Für Oliver Marach und Jürgen Melzer war indes im Viertelfinale Endstation. Das Österreicher-Duo unterlag der als Nummer 8 gesetzten Paarung Marcel Granollers/Horacio Zeballos (ESP/ARG) nach 1:43 Stunden mit 6:7(4),4:6. Damit sind in Flushing Meadows alle Österreicher ausgeschieden.

Marach/Melzer, die seit der Rasen-Saison zusammenspielen, teilen sich ein Preisgeld von 91.000 US-Dollar (brutto). Für das steirisch-niederösterreichische Duo wäre auch ein Halbfinaleinzug möglich gewesen, zumindest ein dritter Satz. Im zweiten hatten Marach/Melzer schon 4:2 geführt.

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