Zunächst ging es um „Verbandsangelegenheiten“, was auch sonst, die ÖSV-Länderkonferenz ist ja so etwas wie die Generalversammlung des österreichischen Skiverbands. Die 89. Auflage ging in Saalbach-Hinterglemm über die Bühne, nicht zuletzt aus dem Grund, weil die WM 2025 eine wahre Erfolgsgeschichte, ein Vorzeigeprojekt war. Eines, wie es auch der ÖSV braucht, dessen Blick in die Zukunft von Präsidentin Roswitha Stadlober weiter geschärft wurde. Das Zukunftsprogramm mit dem bisher ein wenig sperrigen Namen „Future:Focus:Ski&Snowboardsport“ wird zu „NEUschnee“, der Wintersport wurde im neuen Regierungsprogramm auch Teil der Bewegungsoffensive.
Im Vordergrund stand aber an diesem Abend ohnehin das Feiern, und dafür waren alle ÖSV-Stars nach Hinterglemm gekommen – und das in Tracht. „Mit dem Gewinn der Goldmedaille im Super-G ist für mich ein Kindheitstraum wahr geworden. Nun eine Auszeichnung am Ort meines Erfolgs zu erhalten, ist etwas ganz Besonderes, worüber ich mich sehr freue“, meinte Stephanie Venier im Dirndl. Skispringer Daniel Tschofenig taugte vor allem die Gelegenheit, „sich mit Athleten aus anderen Disziplinen auszutauschen“. Und Raphael Haaser, bei der WM die größte Überraschung, meinte: „Ich blicke auf eine richtig starke und erfolgreiche Saison zurück – umso schöner ist es, hier in Saalbach, wo ich meinen bisher größten Erfolg feiern durfte, auch noch mit einer besonderen Auszeichnung geehrt zu werden.“ Auch Matej Svancer, der als erster österreichischer Freeskier eine große Kristallkugel gewann, wurde in seiner Heimat Salzburg gefeiert: „Das ist mega. Diese Auszeichnung bedeutet mir sehr viel und ist auch eine Anerkennung für die harte Arbeit des gesamten Freeski-Teams.“ Neben den Top-Athleten wurden auch zahlreiche Funktionäre geehrt, Bartl Gensbichler, das „Gesicht“ der Saalbacher WM, erhielt gar das selten vergebene Diamantene Ehrenzeichen des ÖSV. Und natürlich wurden auch alle Sportler, die zurückgetreten sind, noch einmal verabschiedet.