„Das ist ein Schwachsinn hoch drei. Und bei jedem Schwachsinn finden sich immer ein paar Idioten, die da mitmachen. Aber das ist wieder einmal typisch amerikanisch“, kommentiert Ex-Kombinierer Lukas Klapfer den Plan der „Enhanced Games“ („verbesserte Spiele“), die Ende Mai 2026 auf dem Hotelgelände Resorts World in Las Vegas erstmals in die Realität umgesetzt werden sollen, ungeschminkt. Startberechtigt sind Athleten, die wohl keinen Dopingtest bestehen würden. Das Ziel: Mithilfe unlauterer Mittel so viele Weltrekorde brechen wie möglich. Die „motivierende“ Belohnung: 500.000 Dollar Preisgeld pro Bewerb sowie jeweils ein Bonus über eine Million Dollar für neue Bestmarken im 100-Meter-Sprint und über 50 Meter Freistilschwimmen. „Was bringt das? Es hat keinerlei sportlichen Wert. Das ist wie der Weltrekordsprung von Ryoyu Kobayashi auf 291 Meter, der auch nicht als Bestmarke zählt. Wobei er es sich noch eher verdient hätte“, legt Klapfer nach.
Die ersten Doping-Spiele
Enhanced Games: Spiele, die mit Ethik und Gesundheit spielen
2026 soll es in Las Vegas die ersten Doping-Spiele geben. Die Suche nach den Supermenschen stößt auf heftige Kritik – auch in Österreich.
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