Am ersten Achtelfinaltag bei den French Open drohte bei den Frauen gleich beiden Finalistinnen des Vorjahres das vorzeitige Aus. Gestolpert ist am Ende aber nur Jasmine Paolini, während Titelverteidigerin Iga Swiatek gegen Jelena Rybakina noch den Kopf aus der Schlinge ziehen konnte. So lag die Polin, die in Roland Garros ihren bereits ihren vierten Titel in Folge und den fünften insgesamt anpeilt, gegen die Kasachin bereits mit 1:6 und 1:2 zurück. Doch dann kassierte Rybakina das Re-Break, nachdem sie einen Überkopf, den jeder Hobbyspieler im Schlaf verwandeln würde, versemmelte. Ein Patzer, der die Wende in der Partie einläutete, so setzte sich Swiatek am Ende mit 1:6, 6:3 und 7:5 durch. „Im ersten Satz habe ich das Gefühl, ich spiele gegen Jannik Sinner. Da hat Jelena unglaubliches Tennis gezeigt. Gott sei Dank habe ich die Wende noch geschafft“, freute sich die 23-Jährige, die damit die Chance wahrte, als erste Frau viermal in Folge in Paris zu triumphieren. Bemerkenswert: Swiatek ist bei den French Open seit der Viertelfinalniederlage 2021 gegen Maria Sakkari ungeschlagen.
Im Viertelfinale kommt es für sie zum Duell mit Elina Switolina. Der Ukrainerin gelang gegen Paolini ein tolles Bravourstück. So lag die Ehefrau von Frankreichs Tennis-Liebling Gael Monfils gegen die Italienerin bereits mit 4:6, 4:5 und 15:40 zurück, konnte insgesamt drei Matchbälle abwehren und behielt schlussendlich noch mit 4:6, 7:6, 6:1 die Oberhand. „Ich kann es nicht glauben, dass das Match für mich ausgegangen ist. Ich bin froh, dass ich ruhig geblieben bin und bis zum Schluss gekämpft habe“, sagte die an Nummer 13 gesetzte Ukrainerin, die vom Publikum lautstark angefeuert wurde. Das zweite Viertelfinale im oberen Tableau bestreiten die Weltranglistenerste Aryna Sabalenka (7:5, 6:3 gegen Anisimova) und Zheng Qinwen (7:6, 1:6, 6:3 über Samsonowa).