Es wird wieder etwas lauter um den DSV Leoben. Sportlich ist der Zwangsabstieg in die Landesliga seit einigen Monaten beschlossene Sache, nun kommt der Traditionsverein aber auch abseits des Sportlichen wieder in die Schlagzeilen. So wurde etwa kürzlich bekannt, dass die Donawitzer mittels Anwalt einen Antrag auf Ermittlungen gegen Ex-Sponsor „KAIF Energy“ eingebracht haben. So soll der Verein auf rund 1,8 Millionen Euro, die ihnen per Sponsorings zugesagt worden sind, warten. Noch immer. „Der DSV Leoben ist in dieser Angelegenheit ganz klar Opfer und Geschädigter. Es geht um eine erhebliche Summe, die dem Verein zusteht. Als Obmann ist es meine Pflicht, den Verein zu schützen – deshalb nutzen wir alle rechtlichen Möglichkeiten, um den entstandenen Schaden geltend zu machen“, erklärte der neugewählte Obmann Peter Krenmayr mittels Pressemitteilung des Vereins.

Noch zwei Spielergehälter ausständig

Es ist nicht die einzige juristische Aktivität, die es rund um den Klub derzeit gibt. So schickte Anwalt Fabian Paulista Ende vergangener Woche eine anwaltliche Aufforderung an die Firma TGI Gold, den ehemaligen Sponsor des DSV Leoben. Denn: Nach wie vor haften zugesicherte Spielergehälter zweier Spieler mit Bundesliga-Erfahrung aus. Alleine hierbei handelt es sich, samt Lohnnebenkosten, um rund 450.000 Euro. Dies soll gegenüber mehreren Zeugen bestätigt worden sein.

Zudem entstand für den Verein ein Schaden, nachdem eine in Aussicht gestellte Sponsoringvereinbarung ohne Angabe von Gründen zurückgezogen wurde.

Bis Mittwoch, 30. April, habe man dem Unternehmen TGI Gold Zeit gegeben, an einer zufriedenstellenden Lösung zu arbeiten. Diese Deadline wurde vom neuen Sponsor der Klagenfurter Austria eingehalten. Die Anwälte beider Parteien befinden sich derzeit im Austausch, um zu einer Lösung zu kommen.