Leon Grgic ist eine Art Dauerthema beim SK Sturm. Zuletzt wurde debattiert, warum der Stürmer im Cup-Match gegen die Austria nicht im Spieltagskader aufgetaucht ist. Zudem zirkulierten Gerüchte, dass der 19-Jährige den Verein noch in diesem Winter verlassen möchte. In den großen Ligen ist das Transferfenster bereits zu. Mit dem HNK Rijeka soll jedoch auch ein Verein aus Kroatien konkretes Interesse bekunden, wo noch bis 17. Februar Spieler unter Vertrag genommen werden dürfen.
Geht es nach Trainer Jürgen Säumel, wird ein solcher Transfer nicht zustande kommen. „Ich wünsche mir, dass Leon bei Sturm bleibt“, stellt der 40-Jährige klar und betont gleichzeitig: „Ich verstehe auch die Aufregung nicht ganz. Wir haben im Frühjahr ja noch nicht einmal ein Bundesliga-Spiel gespielt.“
Vor dem Cup-Kräftemessen mit der Austria trat Sturm zwei Mal in der Champions League (Atalanta, Leipzig) an. Säumel erinnert daran, dass Grgic in Bergamo in der Schlussphase eingewechselt wurde. Ein Auftritt in der Königsklasse sei „für einen 19-Jährigen nicht selbstverständlich“. Gegen die Austria habe man mit nur einem Stürmer (Seedy Jatta) und einem Zehner gespielt. Mit Fally Mayuyu und Amady Camara entschied sich Säumel für zwei andere Angreifer auf der Bank.
Grgic arbeitet im Training an Defiziten
Dies ändert jedoch nichts daran, dass Säumel viel von Grgic hält: „Er ist ein Spieler mit Potenzial, den ich schätze und auch schon lange kenne, der aber auch seine Themen hat. Das weiß er und daran arbeitet er im Training.“ Schon bei Sturm II und in der Youth League arbeitete der nunmehrige Chefcoach der Kampfmannschaft mit dem Talent, und dies erfolgreich. Insgesamt gelangen Grgic in dieser Spielzeit bewerbsübergreifend 12 Tore in 19 Spielen für Schwarz-Weiß.