Schladming mal zwei lautet es heuer im Skiweltcup, und das bereits zum dritten Mal. Nach 2023 und 2024 wird auch heuer wieder das Flutlicht-Doppel aus Riesentorlauf und Schladming ausgetragen. Den Anfang macht der „GS“, der Giant Slalom, wie er im Rennenglisch heißt. Großer Favorit ist da – wie in den meisten anderen Rennen in diesem Winter – freilich der Schweizer Marco Odermatt. Er ist auch der Titelverteidiger, siegte er doch im Vorjahr bei dem Spektakel vor Manuel Feller.

2023, bei der „Nacht-Weltpremiere“, hatte der Tausendsassa aus dem Kanton Nidwalden im Zielraum noch wehmütig zusehen müssen, hatte sich in Kitzbühel eine Knieverletzung zugezogen. „Es ist eine Entscheidung des Kopfes und nicht des Herzens. Aber ich werde heute Abend nicht dabei sein“, teilte er damals mit. Das Rennen – Schladming sprang nach der Absage in Garmisch ein und organisierte den ersten Nacht-Riesentorlauf der Welt – sicherte sich dennoch ein Eidgenosse: Loic Meillard und Gino Caviezel feierten einen Doppelsieg, Dritter war damals Marco Schwarz.

Es ist übrigens das achte Riesentorlauf-Weltcuprennen, das seit 1978 auf der Planai ausgetragen wird. Bei der „Riesen“-Premiere siegte damals der große Ingemar Stenmark. Der Schwede ist auch der einzige Athlet, der bisher zwei Riesentorläufe in Schladming gewonnen hat. Österreich feierte zwei Siege – abgesehen der beiden WM-Rennen: Beim Weltcupfinale 2012 siegte Marcel Hirscher auf dem Weg zu seiner ersten von acht großen Weltcupkugeln, 1988 gab es eine Sternstunde: Da siegte der unvergessene Rudi Nierlich vor seinen Landsleuten Hubert Strolz, dessen Sohn Johannes auch heuer im Slalom dabei ist, und Helmut Mayer, Vater des dreifachen Olympiasiegers Matthias Mayer.