Der Raiffeisen Sportpark in Graz, er war für den erprobten Superliga-Basketball-Fan kaum zu erkennen. Für das Final Four des heimischen Cups hat sich die Ballsportarena herausgeputzt. Lichteffekte, das Spielfeld nicht quer, sondern längs der Halle. „Wie bei den Echten“, war man geneigt zu sagen. Ohne despektierlich zu sein, natürlich. Das Ambiente, es ist eines Finalturnieres würdig. Und die knapp 1000 Fans in der Halle waren bei den Halbfinalpartien laut. Vor allem beim Spiel von UBI Graz gegen die Basket Flames aus Wien gab es ordentlich auf die Ohren. Und ein Grazer Team, das bereits zur Pause mit 40:20 vorne lag. Läuferisch, kämpferisch und auch technisch war der Tabellenführer der Superliga eine Klasse stärker als die Gäste. Das gefiel auch Airwin, dem Nationalteam-Maskottchen. Die Person unter dem Kostüm sorgt übrigens nicht nebenberuflich für gute Stimmung – sondern ist professionelles Maskottchen.

Nach dem Seitenwechsel tat sich UBI ein wenig schwerer. „Wir sind lasch aus der Kabine gekommen“, ärgerte sich Graz-Trainerin Tanja Kuzmanovic. „Aber dann haben wir uns gefangen und das gut über die Bühne gebracht.“ Am Ende feierten die Lokalmatadorinnen einen 71:59-Sieg. „Am Ende ist es ein K.o.-Spiel und das haben wir gewonnen“, sagte Topscorerin Simone Sill, die 20 Punkte beisteuerte.

Somit kommt es am Sonntag (16.30 Uhr) zum Traumfinale bei den Frauen: Die Grazerinnen treffen auf Klosterneuburg, das im Halbfinale gegen Wels 80:55 gewann. Die Niederösterreicherinnen haben kurzfristig noch auf dem Spielersektor nachgerüstet. „Somit sind wir aus der Favoritenrolle gedrückt worden“, sagt Sill. „Aber wer weiß, sie hatten nur eine Trainingswoche gemeinsam und wir sind ein sehr harmonisches Team. Mit dem Heimpublikum wollen wir das über die Bühne bringen und den ersten Cup-Titel gewinnen. Ich freue mich auf das Finale.“

Schon um 13.30 Uhr findet das Rollstuhl-Finale statt, die Flinkstones Graz treffen auf Klosterneuburg.