„Ich brauche nach 20 Jahren einfach eine Pause“, verriet Olympiasieger Benjamin Karl Montagmittag, als er gerade von Bad Gastein auf dem Heimweg nach Osttirol war. Diesbezüglich gesteht der Snowboard-Superstar, dass „ich ja bereits seit den Spielen in Peking mit Motivationsproblemen kämpfe. Wobei, damals war das Karriereende näher als jetzt“, verdeutlichte Karl, der die nächsten drei Weltcuprennen auslassen wird.
Bereits zuletzt in Scuol war der Fünffach-Weltmeister anders als sonst. „Ich war zwar richtig schnell, bin dann nach einem Schlag am Schuh ganz blöd ausgerutscht und mich hat es dann voll ausgehebelt. Wobei, da ging es rein ums Technische“, konkretisierte der zweifache Familienvater, der definitiv beim Flutlichtspektakel am Dienstag in Bad Gastein nicht dabei sein wird. „Ich war heute auf Schnee, habe aber schnell gespürt, dass es nichts wird.“
„Das war die letzten Tage ein regelrechter Kampf“
„Ich werde jetzt einmal normal und aus Freude snowboarden gehen, das taugt mir ja extrem.“ Es gehe momentan einzig und allein um ihn selbst. „Was andere denken, ist mir, um ehrlich zu sein, egal. Ich bin nicht müde, sondern mag einfach derzeit nicht und ich will mir auch nichts von anderen aufzwingen, was ich zu tun habe. Der Rennzyklus löst derzeit Depressionen aus“, offenbart der 39-Jährige, der bereits merke: Je mehr Abstand er zu Gastein gewinnt, desto besser fühle er sich.