Eins, zwei, drei, vier, viereinhalb, fünf, fünfeinhalb . . . für das ungeübte Auge war es nur zu erahnen, mit wie vielen Drehungen sich die Freeskier artistisch durch die Luft schraubten. Die Köpfe in den Nacken gelegt staunten die Zusehenden am Fuße des Kreischbergs nicht schlecht über das Gebotene beim Big Air. Flora Tabanelli (ITA) und Klagenfurt-Sieger Luca Harrington (NZL) waren zwar die Meister der großen Schanze, die große Schau lieferten jedoch zwei Heimische ab: Lara Wolf und Matej Svancer. „Das ist so crazy. Das zeigt mir einfach, dass ich alles richtig gemacht habe. Ich fühle mich besser denn je“, sagte die Tirolerin. Knapp zwei Jahre nach ihrem verkündeten Karriereende sprang sie beim Comeback auf Rang drei, zum ersten Mal überhaupt auf ein Big-Air-Podest. „Ich bin einfach glücklich, Skifahren zu können, das berührt mich so und das versuche ich auch, in meine Tricks einzubauen.“ Der Salzburger Svancer verletzte sich beim ersten Sprung an einem Finger und sprang dennoch auf Rang zwei. „Ich habe mir mit dem Kicker schwergetan um den zweiten Platz gefighted. Der erste war einfach zu weit weg.“
Skifreestyle
Sensationelles Comeback von Lara Wolf auf dem Kreischberg
Lara Wolf und Matej Svancer verzauberten den Kreischberg beim 36. Weltcup im Murtal. Eine dritte WM ist nicht undenkbar.
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