Die heimischen Biathleten haben zweifelsfrei schon bessere Zeiten erlebt. Der Unterschied zwischen Wunschvorstellung und Wirklichkeit ist groß. Und mit dieser Tatsache konfrontiert zu werden macht es nicht leichter. Diverse Faktoren spielen de facto nicht ganz so zusammen, wie man es gerne hätte. „Über Weihnachten wurde sehr viel analysiert, aber es geht nur Schritt für Schritt. Es ist ein Prozess.“

Dieses Faktum lässt den Kärntner Magnus Oberhauser nicht kalt, doch der 26-Jährige steigerte sich im IBU-Cup sukzessive und wurde nun für den Weltcup in Oberhof nominiert. Als Neunter im Sprint von Obertilliach schoss er fehlerfrei und demonstrierte seine ansteigende Form. „Da hat einmal sehr viel zusammengepasst, darauf kann ich definitiv aufbauen. Vor allem am Schießstand bin ich guter Dinge und habe das nötige Selbstvertrauen getankt. Natürlich werde ich alles daransetzen und versuchen meine Chance jetzt zu nutzen. Das Verfolgungsrennen ist das Ziel“, präzisiert der Riegersdorfer.

Am Freitag feiert der Leistungsheeressportler im Sprint von Oberhof sein Saison-Weltcupdebüt – auf einer der wohl härtesten Strecken im Biathlonzirkus. „Hier wird einem nichts geschenkt“, kennt Oberhauser, der 2023 vermehrt mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen hatte, die anspruchsvollen Teilstücke. Seit Mai lebt Oberhauser mit seiner Teamkollegin Dunja Zdouc – sie hat nach wie vor mit Nachwirkungen einer Krankheit zu kämpfen – in einer WG in Hochfilzen. „Es ist lässig, wenn man jemanden hat, der weiß, wie es einem selbst geht.“