Der Verkehr auf den heimischen Straßen wird dichter. Das zeigt auch die Analyse des Verkehrsclubs Österreich Ende 2018. Laut dieser hat sich der Autoverkehr in den letzten 30 Jahren verdoppelt – im Vergleich zu der Situation vor 50 Jahren sogar verfünffacht. Das hängt laut Studie vor allem mit dem Besetzungsgrad der Autos zusammen – waren 1980 im Schnitt noch 162 Personen in 100 Autos unterwegs, benutzen heute nur 115 Personen die gleiche Anzahl an Automobilen.
Mit der steigenden Verkehrsauslastung kommen auch neue Herausforderungen in puncto Verkehrsmanagement auf. Eine Lösung dazu könnte VMIS 2.0, ein neues Kernsystem für das Verkehrsmanagement, bieten.
Das Morgen steuern. Bei VMIS 2.0 handelt es sich um eines der größten derartigen Systeme weltweit. „Damit bieten wir eine österreichweite, zuverlässige Datenbasis. Durch das System kann einerseits der Verkehrsfluss auf dem hochrangigen Straßennetz der Asfinag optimal gemanagt werden", erklärt Andreas Leitner. „Andererseits wird es durch VMIS 2.0 möglich werden, zukünftigen Ansprüchen im Bereich der Verkehrstechnik Rechnung zu tragen. Ein Beispiel für diese wäre das autonome Fahren und die damit verbundenen Anforderungen der Kommunikation zwischen den einzelnen Teilnehmern.“ Gemeinsam mit Patrick Resch und Roman Ruthofer leitet Leitner das Automatisierungs-Software-Unternehmen evon.
Es geht aufwärts. Das erfolgreiche Unternehmen mit Sitz in St. Ruprecht an der Raab verzeichnet seit seiner Gründung 2009 ein stetiges Wachstum. Während evon zu Beginn aus zehn Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bestand, sind heute 54 Personen im Betrieb tätig. Den Unternehmensstandort haben Leitner, Resch und Ruthofer nicht zufällig gewählt. „Eine gute infrastrukturelle Anbindung und die Nähe zu Ausbildungsstätten ist für das lokale Angebot an Man- und Womanpower entscheidend“, sind sich die drei einig. „Darüber hinaus wird man durch die handelnden Personen im Wirtschaftsraum Weiz-St. Ruprecht ausgezeichnet betreut und gerade als KMU in allen Belangen unglaublich unterstützt.“ Das Hauptprodukt, das System XAMControl, findet vor allem bei der Automatisierung von Gebäuden, Tunnels, Produktionsanlagen und des Verkehrs Anwendung. Seit Kurzem wird das Geschäftsfeld durch Steuerungssysteme für private Haushalte – Smart Homes – erweitert.
Kreativität ist gefragt. Beachtlich ist jedoch nicht nur das innovative Produkt von evon. Auch die modernen Personalentwicklungskonzepte innerhalb des Betriebes verdienen eine genauere Betrachtung. Beispiele dafür wären der evon Star, evon Masters und der evon Innovation Friday. Während letzterem werden Kreativmeetings abgehalten – er ist fixer wöchentlicher Bestandteil im Unternehmensalltag. Im Zuge des Lehrprogramms „evon Masters“ stellen erfahrene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihr Wissen zur Verfügung. Die Leistungen der Angestellten werden zudem sichtbar anerkannt. Mit dem „evon Star“ werden besonders kreative lösungsorientierte Vorschläge geehrt. Erst letztes Jahr wurde evon für seine neuartigen Konzepte mit dem KnewLEDGE-Staatspreis ausgezeichnet. „Es war uns eine große Ehre, gerade als junges Unternehmen, diesen Preis entgegenzunehmen“, freuen sich die Geschäftsführer über die Auszeichnung.