Klagenfurt, am 31. Jänner 2024. Gegen 22 Uhr wird an jenem Mittwoch die abendliche Ruhe in einem Wohnhaus unterbrochen. Eine Nachbarin hört mehrere Männer laut streiten. Wenig später ist es verdächtig still. Die besorgte Frau ruft die Polizei – hier muss etwas passiert sein. Sie hat recht: Die Beamten finden vor einer Wohnungstür Blutflecken.

In der Wohnung sieht es noch schlimmer aus – Mordalarm. Als später vor Gericht Tatort-Fotos gezeigt werden, können viele nicht hinsehen, manche verlassen den Saal. Für den 30-jährigen Mario (alle Namen von der Redaktion geändert) kommt jede Hilfe zu spät. Er wurde in seiner eigenen Wohnung brutal niedergestochen. Noch in der Nacht werden zwei 20-jährige Männer verhaftet: Luca und Bernhard.

Bei einer Zigarette wurde der Plan geschmiedet

Was war passiert? Vor der Bluttat treffen sich Luca und Bernhard beim Fortgehen – zufällig. Man kennt sich aus dem Drogenmilieu, wenn auch nicht gut. Es wird getrunken. Bernhard zeigt Luca ein Messer, das er bei Reparaturarbeiten am Vortag verwendet und zufällig noch eingesteckt hatte. Bei einer Zigarette kommt Luca die Idee, mit dem Messer bei dem gemeinsamen Bekannten Mario vorbeizuschauen: Der habe einen kleinen Kühlschrank voller Drogen, vielleicht sei auch Geld drin, seine Tür sei immer unversperrt.

Die beiden beschließen spontan, Mario zu überrumpeln und den Kühlschrank aus der Wohnung zu rauben. Doch als sie vor seiner Wohnung stehen, passiert etwas Unerwartetes. Das Licht am Gang geht automatisch aus. Luca will es wieder einschalten, doch er erwischt stattdessen die Klingel. Mario wundert sich über den späten Besuch und geht zur Türe. Als sich Mario und Luca gegenüberstehen, läuft alles aus dem Ruder.