Am Samstag hatte sich Vizemeister Sturm mit 2:1 in Altach durchgesetzt. Die Salzburger mit 18 Punkten und die Grazer (16) haben bereits einen kleinen Polster auf die Konkurrenz. Der LASK ist Dritter (11) vor Austria Klagenfurt (10), Hartberg und Rapid (beide 8).
Meister Salzburg feierte im Schlager der Runde gegen Rapid vor über 17.000 Fans einen 2:0-Heimsieg, Matchwinner war Simic mit einem Doppelpack (13., 35.). Die Hütteldorfer rutschten auf Platz sechs ab und liegen schon zehn Punkte hinter den Salzburgern, die seit mittlerweile 36 Liga-Partien ungeschlagen sind und gegen Rapid seit 20 Pflichtspielen nicht mehr verloren haben. Die Gefahr, dass diese Erfolgsserien der "Bullen" vor den Augen von ÖFB-Teamchef Ralf Rangnick reißen könnten, war von Beginn an nicht spürbar. Rapid wehrte sich zwar tapfer und setzte in Abwesenheit des verletzten Guido Burgstaller auf Marco Grüll an vorderster Front, doch die Gastgeber hatten das Geschehen im Griff.
In der neunten Minute verzog Oscar Gloukh noch aus guter Position, vier Minuten später flankte der Israeli zur Mitte, Simic stand goldrichtig und netzte zum 1:0 ein. Der 19-jährige Kroate bejubelte sein erstes Bundesliga-Tor. Beim 2:0 kam der Ball über Mads Bistrup und Karim Konate zu Simic, der Moritz Oswald anschoss und dann im zweiten Versuch vollendete. Von Rapid war in der Offensive wenig zu sehen. Nach dem Seitenwechsel traten die wohl vom Fiorentina-Match geschlauchten Hütteldorfer im gegnerischen Sechzehner praktisch gar nicht mehr in Erscheinung. Salzburg dominierte weiterhin, legte aber auch keine Glanzleistung hin.
Die Wiener Austria läuft unterdessen einem Sieg weiter nach. Manfred Fischer und Co. musten sich gegen die Austria aus Klagenfurt zuhause mit einem 2:2 (1:1) zufriedengeben und warten damit schon vier Ligapartien auf einen "Dreier". Der Punkt fühlte sich am Sonntag aber fast wie ein voller Erfolg an, gelang Andreas Gruber doch erst in der Nachspielzeit (91.) nach einer Ecke per Kopf der verdiente Ausgleich.
Nach früher Führung durch Hakim Guenouche (3.) hatten Sinan Karweina (9.) und Kosmas Gkezos (70.) die nach wie vor ungeschlagenen Gäste auf Kurs Richtung Sieg geschossen. Die Wiener bleiben weiter auf Rang neun hängen, Klagenfurt rutschte hinter den LASK auf Platz vier zurück.
Der LASK fuhr hingegen den dritten Sieg in dieser Saison ein. Die Linzer feierten zu Hause gegen Austria Lustenau dank Toren von Philipp Ziereis (79.) und Thomas Goiginger (96.) einen 2:0-Erfolg und verabschiedeten sich mit elf Punkten als Tabellendritter in die Länderspielpause. Die ungeschlagene Pflichtspielserie baute die Truppe von Coach Thomas Sageder auf sechs Partien aus. Lustenau ist siegloser Letzter.
Sageder nahm gegenüber dem 1:1 bei Zrinjski Mostar, das den Einzug in die Europa-League-Gruppenphase gebracht hatte, nur zwei Veränderungen vor. So rückten Sanoussy Ba und Marin Ljubicic in die Startelf. Die Linzer übernahmen früh das Kommando, Rene Renner (21.), Robert Zulj (34.) und Marin Ljubicic (40.) verabsäumten es jedoch, die Gastgeber in Führung zu bringen. Die Gäste kamen nur einmal gefährlich vor das Linzer Tor, da ging ein Schmid-Schuss aus fast 20 Metern knapp vorbei (41.).
Nach Wiederbeginn nahm der Druck der Linzer immer mehr zu, sie belohnten sich aber lange nicht. Erst in Minute 79 köpfelte der aufgerückte Ziereis nach einem Horvath-Eckball ein. Der Ausgleich lag nicht mehr in der Luft und in der letzten Aktion des Spiels besserten die Linzer noch ihr Torverhältnis auf. Havel glänzte einmal mehr mit seiner Geschwindigkeit auf der Seite und seine Hereingabe drückte Goiginger aus kurzer Distanz über die Linie.