"Ich wusste damals nicht, wohin ich mich wenden kann", betonte Raphaela Scharf. Die heutige Krone-TV-Moderatorin zog wegen des Vorwurfs der sexuellen Belästigung gegen Verleger Wolfgang Fellner vor Gericht und engagiert sich heute unter anderem mit Empowermentworkshops in der Unterstützung betroffener Frauen. "Die Frauen haben Angst vor Konsequenzen, denn die Medienbranche in Österreich ist sehr klein", so Scharf. Sie selbst habe einst in der Gleichbehandlungsanwaltschaft Hilfe gefunden, dennoch sei eine dezidierte Anlaufstelle für die Medien wie in Deutschland höchst notwendig.
Kultur
Rufe nach Vertrauensstelle gegen Machtmissbrauch in Medien
Österreichs Medienunternehmen sind keine Räume, die frei von Sexismus, Diskriminierung und Belästigung sind. Das muss sich ändern - so die Forderung des Frauennetzwerks Medien. Es brauche deshalb eine dezidierte Vertrauensstelle für Medienschaffende, die bis dato schmerzlich fehle. Hinter diesem Projekt versammelten sich am Freitag zahlreiche Proponentinnen und Proponenten aus der Branche. Wo solch eine Stelle angesiedelt und wie sie finanziert werden könnte, ist indes offen.
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