"Rare Earth Justice" heißt die großräumige Präsentation der in London geborenen und in Lagos lebenden Ndidi Dike. Der Blick fällt sofort auf eine monumentale, von der Decke hängende Skulptur aus dicht zusammengefügten 900 Autopsie-Nackenstützen, die zusammen die Form einer Gewehrkugel bilden. Das Objekt erinnert "an historische Ladepläne von Sklavenschiffen", auf denen Menschen auf engstem Raum regelrecht gestapelt wurden, so die Künstlerin bei einem Medientermin am Donnerstag. Zugleich bezieht sich das Werk u.a. auf Polizeigewalt.
Wien
Devotes Klimt-Nachzeichnen für Secession-Intervention
An der Fassade der Wiener Secession prangen neuerdings unerwartete Inschriften in typischer Jugendstil-Schriftart: "Butterweich" oder "Deeplongslow" ist da etwa zu lesen. Es handelt sich um Benutzernamen von Männern, die in Foren ihre Erlebnisse mit Sexarbeitenden rezensieren, und ist Teil einer künstlerischen Intervention. Drei neue Ausstellungen drehen sich um Macht in vielfältigen Facetten. Im Mittelpunkt einer Installation steht etwa die Ausbeutung der Ressourcen Afrikas.
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