Das Festival steht zum 75-Jahr-Jubiläum unter dem Titel "Republic of Gods" und widmet sich mit Werken wie etwa der von Susanne Kennedy inszenierten Wagner-Oper "Parsifal" oder Florentina Holzingers "Pfingstspiel" den Ausprägungen des Glaubens. "Welche Rituale können uns in einer Welt in Zeiten des Krieges noch vereinen?", fragte Rau und überließ zum Auftakt der ukrainischen Künstlerin Marichka Shtyrbulova vom Kiewer Kollektiv Opera Aperta die Bühne, die gemeinsam mit einem Kollegen das Wiegenlied "Songs of Unborn" auf einer zu einer Art Cello umfunktionierten russischen Rakete spielte. "Wie macht man in Zeiten des Krieges Oper?", fragen sich Shtyrbulova und ihre Kolleg:innen von 1. bis zum 3. Juni im Theater Akzent in ihrem multidisziplinären Werk "Songs of Winter War".
Wien
Schönheit und Skandal: Festwochen präsentierten Programm
"Ein Programm, das mehrere Festivals füllen könnte", präsentierte Milo Rau, Intendant der Wiener Festwochen, am Donnerstag im Rahmen einer Pressekonferenz auf dem Badeschiff am Donaukanal, das von 15. Mai bis 21. Juni unter dem Titel "Haus der Republik" als Festivalzentrale dienen wird. Die Vorstellung der insgesamt 35 Produktionen (davon 13 Uraufführungen und acht Eigenproduktionen) war geprägt von jenen Stücken, die sich mit den Themen Krieg und Glauben befassen werden.
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