Vor drei Tagen bezog Visky in Krems für eine fünfwöchige Residency des Unabhängigen Literaturhauses Niederösterreich ein Atelier mit Blick auf Stift Göttweig und die Donau. Die Donau spiele eine große Rolle in seinem Leben, schilderte er bei einem "literarischen Gespräch" mit Literaturhaus-Leiter Michael Stiller und Márton Méhes, dem Direktor des veranstaltenden Collegium Hungaricum Wien, sei doch seine Mutter in Budapest geboren und er als Zweijähriger mit ihr und seinen sechs Geschwistern in ein Lager in die an die Donau grenzende Bărăgan-Steppe deportiert wurden. Von den unfassbaren Bedingungen dieser "Aussiedlung" erzählt sein Buch.