"It's Time for New Gods", postulieren die Festwochen und machen sich auf die Suche nach alten und neuen Mythen. So unterzieht Kennedy Wagners "Parsifal" ab 15. Juni in der Halle E im Museumsquartier mit dem ORF Radio-Symphonieorchester und dem Arnold Schoenberg Chor einer "spirituellen Neuinterpretation", Castellucci hinterfragt mit "Credere alle Maschere" am 6. und 7. Juni in der Halle G "unser Gott-Spielen über den Tod" und Robert Wilson (1941-2025) ist posthum mit seiner letzten Inszenierung "The Tempest" im Burgtheater zu Gast (Premiere am 5. Juni). Aus dem Reich der Toten meldet sich auch Christoph Schlingensief (1960-2010), dem im MAK - Museum für angewandte Kunst ab 13. Mai eine große Einzelausstellung mit dem Titel "Es ist nicht mehr mein Problem!" gewidmet wird. Die Spanierin Liddell inszeniert mit "Seppuku. Die Beerdigung von Mishima oder die Lust am Sterben" ein "radikales Performance-Ritual" (ab 11. Juni im Volkstheater).
Wien
Wiener Festwochen werden heuer zur "Republic of Gods"
Die Wiener Festwochen werden heuer von der vorjährigen "Republic of Love" zur "Republic of Gods". Das 75-Jahr-Jubiläum des zum dritten Mal von Milo Rau verantworteten Festivals wird als "mythische Feier der Gotteskritik und Gottessehnsucht" angekündigt. Geplant sind u.a. ein "Pfingstfestspiel" von Florentina Holzinger, ein Patti Smith-Schwerpunkt, Inszenierungen von Romeo Castellucci, Angélica Liddell und Susanne Kennedy sowie Raus Collage "Das beste Stück aller Zeiten".
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