"Die Show wird keinesfalls darunter leiden", versicherte ORF-Generaldirektor Roland Weißmann mit Blick auf den von mehreren Sendern angekündigten Boykott am Freitag gegenüber Ö1. Nach der Zustimmung der EBU-Mitgliedssender zu einer Regeländerung, die die Unparteilichkeit des Bewerbs sichern soll, dürfen alle Mitgliedsländer an dem Musikwettbewerb teilnehmen, die die Kriterien erfüllen und das wünschen. Man habe am Donnerstag über zwei Stunden lang darüber diskutiert und letztlich eine basisdemokratische Entscheidung getroffen. Eine Entscheidung gegen die Teilnahme des israelischen Senders KAN hätte er als Demokrat natürlich auch akzeptiert, sagte Weißmann.
Wien
Einige Länder lassen sich ESC-Teilnahme noch offen
Die am Donnerstagabend bei einer EBU-Generalversammlung getroffene Entscheidung, Israel am Eurovision Song Contest (ESC) 2026 in Wien teilnehmen zu lassen, stellt eine Belastungsprobe für den gigantischen Musikbewerb dar. Wie hart diese ausfällt, kristallisiert sich erst heraus. Einen Boykott haben die Niederlande, Irland, Slowenien und Spanien angekündigt. Weitere könnten folgen, stehen doch in mehreren Ländern Beratungen an. Aber auch so manchen Neustarter könnte es geben.
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