"Motherscape", eine Wortschöpfung aus Mutterschaft (die Ikemura nicht im familiären Sinn, sondern als lebensspendende Kraft versteht) und Landschaft, soll anhand von rund 70 Arbeiten zeigen, wie Ikemura "über Jahrzehnte ein vielschichtiges Bild vom Verhältnis des Menschen zur Natur, von weiblicher Schöpfungskraft und universaler Lebendigkeit geschaffen hat". In den Bildern der 74-Jährigen verschmelzen Körper und Landschaften, in den Skulpturen aus Terrakotta, Glas und Bronze Menschen und Tiere zu Hybridwesen. Schon am Gang zur Präsentation stimmen derartige Figuren Besucherinnen und Besucher auf Ikemuras fantasievolle, poetische Kunst ein.
Wien
Einmal kein Dürer: 700-Kilo-Hasenskulptur in der Albertina
Es muss nicht nur der von Albrecht Dürer sein: Ein Prunkstück in der Ausstellung "Motherscape" (ab 14.11.) in der Albertina, die sich dem Œuvre von Leiko Ikemura widmet, ist ein 3,40 Meter hoher, 700 Kilo schwerer janusköpfiger Hase. Zentraler Aspekt im Schaffen der japanischen Künstlerin, deren Techniken von Malerei über Skulptur bis zu Video reichen, ist die Verbindung von Mensch und Natur. Sie "ist Meisterin des Fluiden", so Direktor Ralph Gleis, der auch kuratierte.
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