Dabei hatte man sich entschieden, nicht auf Werke zurückzugreifen, die sich allzu offensichtlich mit dem Weltkrieg beschäftigen, sondern das Momentum des menschlichen Gedenkens, das Erinnern und Reflektieren an sich in den Fokus rücken. So hatte das polnische Royal String Quartet Steve Reich, Philip Glass und Henryk Górecki für einen Konzertabend im Reaktor angesetzt. Die vor wenigen Jahren wiederbelebte Veranstaltungslocation in Wien-Hernals bot mit ihrem Vintagecharme im fensterlosen Grau den perfekten Rahmen für eine Trias an Werken, die sich allesamt auf ganz unterschiedliche Weise der Vergangenheit widmen.