Der Abend hatte aber keine Handlung im klassischen Sinn, dafür eine starke innere Dramaturgie. Der Titel entstammt einem Vers des chinesischen Lyrikers Wang Wei, der Mahler als Inspirationsquelle diente, und wurde zum Leitmotiv einer Reise in seelische Grenzbereiche. Schönbergs "Erwartung", ein fiebriges Solo einer Frau auf der Suche nach ihrem Geliebten, bildete den Auftakt.
Salzburg
"One Morning Turns into an Eternity" begeisterte in Salzburg
Mit "One Morning Turns into an Eternity" begeisterten die Salzburger Festspiele am Sonntagabend in der Felsenreitschule mit einem neu geschaffenen Musiktheaterprojekt. Regisseur Peter Sellars und Dirigent Esa-Pekka Salonen kombinierten Arnold Schönbergs Monodram "Erwartung" und "Der Abschied" aus Gustav Mahlers "Das Lied von der Erde" zu einem gut einstündigen Abend über Verlust, Erinnerung und inneren Aufruhr.
© APA/Salzb. Festspiele/Ruth Walz