Es war das "zu knappe Lendentuch", eine "abstoßende Beinhaltung" oder der "Bubikopf" des vor 100 Jahren gemalten Christus, der in Klerus, Bevölkerung und Zeitungen über die Landesgrenzen hinaus die heftige Kritik und auch Uneinigkeit hervorrief, erzählte der Osttiroler Erich Mair, Kunstsachverständiger und profunder Kenner von Egger-Lienz' (1868-1926) Werk, im APA-Gespräch. Für den tief gläubigen Egger-Lienz war es dagegen der "schönste Christus, der je gemalt worden ist."