Anfragen habe es quartalsmäßig gegeben, meinte Lindner. Nur 2023 habe man die Zahlen nicht bekommen. Die Zahlen würden "expandieren", der Innenminister "nicht mehrmals im Jahr schlechte Presse haben" wollen, mutmaßte er. In einem Schreiben an Lindner, das der APA vorliegt, berichtet das Innenministerium, dass die Zahlen sich noch im Rohzustand befinden und deshalb noch nicht übermittelt werden konnten. Im Innenministerium verweist man außerdem darauf, dass der Bericht zu Hasskriminalität, den die parlamentarischen Parteien vorab bekommen sollen, im Laufe der kommenden Woche zur Verfügung stehen wird. Vorurteilskriminalität sei jedenfalls eine ernst zu nehmende Gefahr, die systematische Erfassung Grundlage für Gegenmaßnahmen.
Innenpolitik
LGBTIQ - SPÖ ortet Anstieg von Hasskriminalität
Die SPÖ ortet einen Anstieg der Hasskriminalität gegen LGBTIQ-Personen. Gleichbehandlungssprecher Mario Lindner, der am Montag den Bericht der SPÖ zum Thema vorstellte, forderte unter anderem ein Verbot von Konversionstherapien und vollen Diskriminierungsschutz. Zahlen für das Jahr 2022 könne man allerdings nicht vorweisen, Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) habe auf parlamentarische Anfragen hin keine Daten geliefert. Die SPÖ plant deshalb, rechtliche Schritte einzuleiten.
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