Der Großteil der Beratungen entfiel - wie üblich - auf die Bereiche Arbeitsrecht, Sozialrecht und insolvenzrechtliche Beratungen. Vor allem Insolvenzen standen 2025 im Fokus. "Obwohl die Zahl der Firmeninsolvenzen 2024 bereits sehr stark gestiegen ist, blieb das Insolvenzgeschehen auch 2025 hoch. Die höhere Zahl der abgeschlossenen Fälle bedeutete sogar noch höhere Auszahlungen 2025 an die Mitglieder als im Jahr davor", erklärt Hruška-Frank. "Signa, KTM und Quester, diese Fälle haben unsere Expertinnen und Experten beschäftigt", so Hruška-Frank. Zwar zeige die Konjunktur nach zwei Rezessionsjahren erste Anzeichen einer Erholung und auch die Inflation gehe zurück, allerdings bleibe die Lage auf dem Arbeitsmarkt weiter herausfordernd.
Wien
Arbeiterkammer erreichte 2025 948 Millionen Euro
Die Arbeiterkammer konnte im Jahr 2025 948 Millionen Euro für ihre Mitglieder erreichen. "Im Vergleich zu 2024 ist das ein deutliches Plus von 15 Prozent", betonte AK-Direktorin Silvia Hruška-Frank bei der Präsentation der Leistungsbilanz am Donnerstag. Die Zahl der Beratungen ging um etwa 4,3 Prozent zurück, es wurden rund 2,3 Millionen Beratungen durchgeführt. Die Lage auf dem Arbeitsmarkt sei weiter angespannt und bereite ihr Sorgen, sagte AK-Präsidentin Renate Anderl.
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