Auch wenn Österreich und damit auch Oberösterreich grundsätzlich ein sehr gutes Gesundheitswesen hätte, könne man sich nicht "wegducken" vor strukturellen Problemen, meinte der grüne Klubobmann Severin Mayr in der gemeinsamen Pressekonferenz am Dienstag in Linz. Es gehe um die "Gesundheitssicherheit", wie sein Kollege von den NEOS, Felix Eypeltauer, hinzufügte. Daher sei eine strukturelle Aufarbeitung des Krankenanstaltenwesens in Oberösterreich nötig, wofür der Landesrechnungshof die richtige Instanz sei, meinte der dritte Landtagspräsident Peter Binder. Daher nutzen die drei Fraktionen das Minderheitenrecht und beantragen die Sonderprüfung. Ein Viertel der Mandatare ist notwendig, 14 von 56 Landtagsabgeordneten haben unterschrieben. Noch am Dienstag soll Landtagspräsident Max Hieglsberger (ÖVP) den Prüfauftrag übermittelt bekommen.
Linz
Sonderprüfung von Oberösterreich Spitälern beantragt
Oberösterreichs SPÖ, Grüne und NEOS beantragen eine Sonderprüfung des Spitalswesens beim Landesrechnungshof. Als Grund nannten sie "spürbare Fehlentwicklungen", die am tragischsten im Oktober 2025 durch den Tod einer Patientin in Rohrbach, die mangels Platz von keinem spezialisierten Spital behandelt werden konnte, zutage getreten seien. Aber auch gestrichene OP-Kapazitäten und lange Wartezeiten auf Eingriffe hätten die Landtagsfraktionen zu dem Schritt veranlasst.
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