Es gehe um das "solidarische Gesundheitssystem, das öffentlich ist und das für alle zugänglich sein muss, egal wie viel wer verdient, wo er wohnt oder wie alt wer ist", betonte Schumann und verwies auf das im Jänner 70 Jahre alt gewordene ASVG: "Wir haben hier ein Versprechen für eine solidarische Versorgung abgegeben. Dieses Versprechen müssen wir bewahren und erneuern." Zwar betonte die Ministerin einmal mehr, dass Österreich ein "gutes Gesundheitssystem" habe, aber: "Wir haben Entwicklungen, die für die Menschen belastend sind, was die Wartezeiten angeht, was die Versorgungsqualität angeht. Also da sind Baustellen da, die wir übernommen haben und die müssen wir jetzt reparieren", sah sie die Verantwortung auch bei den Vorgänger-Regierungen.
Wien
Gesundheitsministerin will Privat-Medizin zurückdrängen
Gesundheitsministerin Korinna Schumann (SPÖ) wünscht sich mehr Solidarität im Gesundheitssektor. "Wir haben eine sehr starke Entwicklung in der Privatisierung im Gesundheitsbereich", sagte sie zur APA, es gelte, dieser Entwicklung "Einhalt zu gebieten". Gefordert sei eine Stärkung der öffentlichen Angebote, "um den privaten Sektor nicht noch größer werden zu lassen". Bei der Versorgung von ME/CFS-Patienten sieht sie alle Player an Bord, es gebe aber noch Handlungsbedarf.
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