In Österreich haben 4,8 Prozent der Kinder und Jugendlichen wegen einer "dauerhaften körperlichen, geistigen oder psychischen Funktionsbeeinträchtigung" einen sogenannten "Sonderpädagogischen Förderbedarf" (SPF). Neben dem Unterricht in separaten Sonderschulen gibt es für sie diverse inklusive Angebote, von Inklusionsklassen oder separaten Klassen in Regelschulen bis zu Inklusions- bzw. Integrationsklassen innerhalb von Sonderschulen, die von Kindern mit und ohne Behinderung gemeinsam besucht werden.
Wien
Geistig behinderte Schüler viel seltener in Inklusionsklasse
Eltern behinderter Kinder können seit den 1990ern wählen, ob diese in einer Sonderschule oder inklusiv in einer Klasse mit Kindern ohne Behinderung beschult werden. In der Praxis gibt es beim Zugang aber große Unterschiede je nach Bundesland und, wie eine aktuelle Studie zeigt, auch nach Art der Behinderung. Autistische und verhaltensauffällige Schüler besuchen etwa deutlich seltener eine Inklusionsklasse. Kommt eine geistige Behinderung dazu, ist die Hürde besonders groß.
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