Seit Wiederkehr im Amt ist, jage "eine bildungspolitische Ankündigung die andere", vieles davon "pädagogischer Firlefanz", so das scharfe Urteil Kimbergers. Unter anderem gab es die Ankündigung neuer Orientierungsklassen, eine Begleitung suspendierter Schüler, Perspektivgespräche für jene, denen ein Schulabbruch droht, mehr Autonomie in der Sprachförderung und das Kopftuchverbot für Mädchen bis 14 - "alles Maßnahmen, die für unsere Schulen erhebliche Zusatzbelastungen bedeuten und in der Realität oft schwer umsetzbar sein werden", stellte er dem Bildungsminister ein schlechtes Zeugnis aus.
Wien
Bildungsminister mit Maßnahmen zur Entbürokratisierung
Bildungsminister Christoph Wiederkehr (NEOS) hat am Freitag zehn Maßnahmen präsentiert, durch die der bürokratische Aufwand an Schulen minimiert werden soll. Diese sind Ergebnis eines Beteiligungsprozesses, an dem sich 19.000 Personen aus Schulen, Verwaltung und Praxis beteiligt hätten, betonte Wiederkehr bei einer Pressekonferenz. Kritik am Minister kam davor von der FPÖ. Lehrergewerkschafter Paul Kimberger sah bei Wiederkehr in den OÖN "populistische Schlagzeilen".
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