Die Sommerschule war 2020 zum Aufholen von coronabedingten Lernrückständen eingeführt worden, seit 2022 steht das Angebot auch Schülerinnen und Schülern mit besonderen Interessen und Begabungen offen. Insgesamt 41.100 haben die Sommerschule zuletzt freiwillig besucht. Mit der geplanten Reform sollen künftig außerordentliche Schüler, deren Deutschkenntnisse nicht reichen, um dem Unterricht zu folgen, zur Sommerschule verpflichtet werden. 2026 wären davon zunächst Schüler in Deutschförderklassen betroffen (zuletzt rund 26.000), im Folgejahr dann auch jene in Deutschförderkursen (zuletzt knapp 23.000). Freiwillig hatten zuletzt nur 7.900 außerordentliche Schüler das Angebot genutzt.
Wien
Lehrer orten Probleme bei Pflicht-Sommerschule
Die Lehrer-Gewerkschaft sieht "gravierende Probleme" bei der geplanten neuen Pflicht-Sommerschule für Kinder mit Deutschförderbedarf. Ansonsten wurde in der Begutachtung zum Gesetzesentwurf viel Zustimmung geäußert, wenn auch mit Detailkritik. Auch dass Schulen mehr Autonomie bei der Deutschförderung bekommen sollen, wird großteils begrüßt. Befürchtet wird dabei aber mehr Bürokratie, die Gewerkschaft warnte erneut vor einem "Bürokratiemonster" und "Dokumentationswahnsinn".
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