Der Behindertenverband "KOBV Österreich" kritisierte etwa, dass der aktuelle Sparkurs in Österreich vor allem auch Menschen mit Behinderungen treffe, und das gleich auf mehreren Ebenen: Programme zur Persönlichen Assistenz liefen aus, Arbeitsmarktprojekte verlören ihre Finanzierung, und auch bei den Sozialbudgets werde der Rotstift angesetzt. "Die Inklusion von Menschen mit Behinderungen steht auf dem Spiel", erklärte Präsident Franz Groschan: "Wir werden durch die geplanten Kürzungen um Jahre zurückgeworfen." Die Sparmaßnahmen stünden in krassem Widerspruch zum Prinzip der Solidarität und gefährdeten die Umsetzung der Behindertenrechtskonvention, die Österreich bereits im Jahr 2008 ratifiziert habe.
Wien/Nairobi
Druck für Inklusion am Tag der Menschen mit Behinderungen
Anlässlich des Internationalen Tages der Menschen mit Behinderungen am Mittwoch (3. Dezember) hat sich eine Vielzahl an Organisationen zu Wort gemeldet. Im Mittelpunkt stand die Forderung nach Inklusion und Barrierefreiheit vor dem Hintergrund der UN-Behindertenrechtskonvention, gewarnt wurde vor Einsparungsmaßnahmen. Die ÖBB kündigten an, den Wiener Hauptbahnhof als Teil der weltweiten Initiative "Positively Purple" lila erstrahlen zu lassen.
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