Das Angebot der Arbeitgeber entspreche einem Plus von lediglich 1,25 Prozent pro Jahr. Dies sei "unzureichend und keine Grundlage für ein Weiterverhandeln am heutigen Tag", erklärte GPA-Verhandlerin Eva Scherz: "Wir werden nun österreichweit Betriebsversammlungen in den Unternehmen einberufen, die Beschäftigten informieren und vorsorglich Streikbeschlüsse fassen. Darüber hinaus wird es Kundgebungen im öffentlichen Raum geben. Wir lassen uns nicht mit Almosen abspeisen, die Arbeit in Pflege, Gesundheit und dem Sozialbereich ist mehr wert." Die Gewerkschaft hatte bereits in der ersten Verhandlungsrunde im Oktober ein Gehaltsplus von vier Prozent für das kommende Jahr verlangt.
Wien
Gewerkschaft unterbricht Sozial-KV-Verhandlungen
Die Kollektivvertragsverhandlungen der Sozialwirtschaft sind am Donnerstag in die zweite Runde durch die Gewerkschaften GPA und vida unterbrochen worden. Vorausgegangen war der Erhalt des Arbeitgeberangebots in der Höhe von 2,5 Prozent auf zwei Jahre, wie die Gewerkschaften am Abend mitteilten. Sie wollen nun den Druck durch Betriebsversammlungen und Kundgebungen "deutlich" erhöhen.
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