Grundsätzlich begrüßt die Gewerkschaft, dass eine Regelklasse künftig erst bei entsprechender schulischer Reife und grundlegenden Fähigkeiten und Fertigkeiten besucht werden soll. Die Frage sei aber, wie die geplanten Orientierungsklassen "mit einem erheblichen Mangel an Fachpersonal und Ressourcen ohne weitere (außer-)schulische Unterstützungsmaßnahmen effektiv und zielführend umgesetzt werden können", heißt es in dem vom Vorsitzenden Paul Kimberger (FCG) gezeichneten Schreiben. "Im Sinne einer notwendigen schulischen Organisations- und Planungssicherheit" sollten die Orientierungsklassen außerdem erst mit Schulbeginn 2025/2026 eingeführt werden und nicht unterm Schuljahr.
Wien
Lehrer finden Orientierungsklassen nicht praxistauglich
Flüchtlingskinder sollen nach ihrer Ankunft in Österreich künftig zuerst einige Zeit in sogenannten Orientierungsklassen verbringen. Die Pflichtschullehrergewerkschaft warnt in ihrer Stellungnahme zum Gesetzesentwurf, dessen Begutachtungsfrist gerade geendet hat, vor Problemen in der Umsetzung und Belastungen für die Schulleitungen. Indes wollen auch Psychologen eingebunden werden, Tirol und Vorarlberg befürchten Kosten und das Finanzministerium verlangt eine Evaluierung.
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