Das Ausmaß an Leugnung des Klimawandels und seiner Auswirkungen auf immer größere Bereiche des Lebens sowie die "Kriminalisierung" von Menschen, die darauf aufmerksam machen, seitens politischer Kräfte etwa aus der FPÖ oder ÖVP, lasse ihn an eine "Realsatire" denken, wo beim Blick nach oben der sich nähernde Komet schon mit freiem Auge zu sehen ist, man aber kalmiert und darum bittet, einfach nicht hinaufzusehen. Es scheint, als würden hier "die Gesetze der Logik außer Kraft gesetzt", sagte der Rektor der Universität Klagenfurt: "Das ist Realitätsverleugnung, wie sie bei (George, Anm.) Orwell im Buche steht."
Wien/Klagenfurt
Uniko-Chef: Polit-Reaktion auf Unwetter "Bürgerverhöhnung"
Ein beispielloses Ausmaß an "Scheinheiligkeit und Doppelzüngigkeit" ortet Oliver Vitouch, Präsident der Universitätenkonferenz, angesichts vieler politischer Reaktionen auf das aktuelle Hochwasser und den Einfluss des menschengemachten Klimawandels. Er kritisierte ein institutionalisiertes Wegschieben von Verantwortung und der Einsicht in wissenschaftlich klare Zusammenhänge, das mittlerweile eine "bittere Verhöhnung der Bürgerinnen und Bürger" sei, so Vitouch zur APA.
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