Das Ehepaar hat mittlerweile einen Bescheid ohne aufschiebende Wirkung erhalten, mit welchem dem 28 Jahre alten Mann und seiner 27 Jahre alten Ehefrau die Aufenthaltsberechtigung entzogen, die Abschiebung für zulässig erklärt und ein unbefristetes Einreiseverbot erlassen wird. Begründet wird das mit "erheblichem Gefährdungspotenzial". "Bei Ihnen und Ihrer Frau handelt es sich um Mitglieder der terroristischen Vereinigung 'Islamischer Staat Provinz Khorasan' (ISPK)", heißt es im den Mann betreffenden, 43 Seiten umfassenden Bescheid, der der APA vorliegt. Und weiter: "Anstatt die Zeit im Bundesgebiet zur Integration zu nutzen, haben Sie einen Terroranschlag geplant." Der Mann wird als "höchst radikale Person" bezeichnet, die "weder den Rechtsstaat noch die Gesetze akzeptiert". Er stelle "eine schwerwiegende Gefahr für die öffentliche Ordnung und Sicherheit" dar.
Wien/Köln
Stephansdom-Terror-Verdächtige offenbar vor Abschiebung
Die im Zusammenhang mit angeblichen Anschlagsplänen gegen den Stephansdom und den Kölner Dom mangels dringenden Tatverdachts aus der U-Haft entlassenen vier Terror-Verdächtigen stehen offenbar kurz vor der Abschiebung. Das Quartett - zwei Tadschiken, ein Mann aus Dagestan und eine mit dem jüngeren Tadschiken verheiratete Türkin - war nach dem Ende der U-Haft in Absprache mit dem Bundesamt für Fremdenwesen und Asyl (BFA) in ein Polizeianhaltezentrum (PAZ) überstellt worden.
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